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„Die Sertigvariante hat sich bestens bewährt“

Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, darf der
27. Swissalpine vom Samstag in Davos als geglückt bezeichnet werden. Das Besondere: Ein laufbegeistertes Paar verlobte sich auf dem Sertigpass.  

Von Anita Fuchs

Vorab das Wichtigste: „Es passierten keine nennenswerten Unfälle“, freut sich Andrea Tuffli, unter dessen Leitung der Swissalpine seit der Erstaustragung im Jahre 1986 steht. Bei einer Veranstaltung mit knapp 5000 Läufern – sie stammten aus der Rekordzahl von 66 Nationen – darf dieses Fazit in keiner Weise als selbstverständlich betrachtet werden. Erfreulich war überdies, „dass die Sanität noch nie so wenig zu tun hatte“. Und dies trotz zwischenzeitlich schlechtem Wetter mit Regen, Hagel, Blitz und Donner sowie einer vorübergehenden Abkühlung. „Die Läufer sind immer besser ausgerüstet und sehr gut vorbereitet“, hat Andrea Tuffli festgestellt.

Zeitlimite fast ausgeschöpft

Die starken Niederschläge, welche das Landwasser- und das Albulatal schon am Freitagabend heimsuchten, hatten auf Grund von umgestürzten Bäumen eine Ausweichstrecke zwischen Streda und Bergün erfordert. Bei den betroffenen Teilnehmern kam diese sehr gut an, schnellere Zeiten stellten einen positiven Nebeneffekt dar. Dennoch: Die Zeitlimite von 14 Stunden für die 79,4 Kilometer von Davos über Filisur, Bergün, die Keschhütte (2632 m ü. M.) und den Sertigpass (2739 m ü. M.) zurück nach Davos wurde von wenigen Läufern nahezu ausgeschöpft.

Unbestritten nach der 27. Austragung des Berglauf-Klassikers ist, „dass sich die Sertigvariante bei diesem Wetter erneut und bestens bewährt hat“. Andrea Tuffli verweist auf die Tatsache, wonach der Abstieg vom Sertigpass zwar steiler, aber kürzer als jener vom Scalettapass (2606 m ü. M.) ist, die Läufer das hochalpine Gelände dadurch aber schneller verlassen. Dies bemerkte auch die Davoserin Jasmin Nunige, welche sich einzig dem nunmehr sechsfachen schwedischen Gewinner Jonas Buud und dem Russen Dimitri Tsyganov geschlagen geben musste.

Lobenswerter Einsatz der 1050 Helfer

Ebenfalls unvergesslich wird die Edition 2012 des Swissalpine für Matthias Schmitz und Sarah Walser aus Bettingen (Basel-Stadt) bleiben. Die beiden absolvierten gemeinsam den K42 und wählten den Sertigpass als Ort ihrer Verlobung. „Es blieb unser Moment; wir konnten aber die Freude der anderen Läufer und der Helfer voll geniessen“, schrieb Matthias Schmitz am Tag danach in einer E-Mail an Andrea Tuffli.

Apropos Helfer, notabene 1050 an der Zahl: Sie leisteten einen lobenswerten Einsatz und erhielten von vielen Teilnehmern Komplimente. „Ihnen gebührt an dieser Stelle ein grosses Dankeschön“, so der Organisationschef. „Die Umsorgung der Teilnehmer durch die Helfer ist beim Swissalpine absolut einzigartig und eine grosse Qualität.“ Dies schätzen nicht nur Breitensportler, sondern wie das Beispiel von Elizabeth „Lizzy“ Hawker zeigt, auch Spitzenathleten. Nach der Veranstaltung bedankte sich die Zweitplatzierte bei den Veranstaltern und insbesondere den Helfern via E-Mail. „Ohne den grossartigen Einsatz der vielen Helfer gäbe es keinen erfolgreichen Swissalpine“, so die seit Frühling in Klosters wohnhafte Britin.

Vortrag und Zwergenmarathon als Renner

Der Grossteil der Läuferinnen und Läufer weilte mehrere Tage in Davos und nutzte einzelne oder sogar alle Angebote von Highseven, wie sich das attraktive Vorwochenprogramm des Swissalpine nennt. Als Höhepunkte erwiesen sich dabei der Vortrag des Ausnahmealpinisten Ueli Steck, den 400 Personen besuchten, und der Zwergenmarathon in Klosters. Den Spielparcours, bei dem es um Spass und nicht um Geschwindigkeit ging, absolvierten 80 Mädchen und Knaben.

Deutlich höher fiel die Beteiligung beim MINI, dem Nachwuchslauf am Vorabend des Swissalpine, aus. Fast 350 Kinder aus 20 Nationen massen sich beim Sportzentrum Davos. Wetten, dass manche von ihnen in ein paar Jahren beim richtigen Swissalpine dabei sind. Auch Jasmin Nunige, Elizabeth „Lizzy“ Hawker, Jonas Buud und Dimitri Tsyganov fingen einmal klein an.

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