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Swissalpine Marathon als Familienausflug

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Nicht zuletzt auf Grund seiner unterschiedlichen Distanzen lockt der Swissalpine Marathon in Davos immer wieder ganze Familien an. Zum dritten Mal komplett vertreten sind bei der 25. Austragung vom 31. Juli die Forsters aus Leibstadt.

Von Anita Fuchs
 
„Für uns ist der Swissalpine Marathon einer der schönsten und eindrücklichsten Läufe, die wir je absolvierten“, sagt Urs Forster. Mit „uns“ meint er sich, seine aus Japan stammende Frau Junko und die drei Kinder Muriel, Ryo und Tanja. Am 31. Juli steht jedes der fünf Familienmitglieder zum dritten Mal am Start des Berglauf-Klassikers. Die Eltern bestreiten den K42 (Bergün–Davos), beschäftigen sich im Hinterkopf aber schon mit dem K78. „Noch ist eine Teilnahme auf der Königsdistanz, der wir grossen Respekt zollen, ein Traum“, sagt Junko Forster. Die Kinder absolvieren den K21 (Klosters–Davos). Die Eltern wissen aber, dass sie schon mit dem K42 liebäugeln, doch sie finden, sie seien noch zu jung dafür.
 
Die Vorfreude bei den Forsters ist gross. Kein Wunder: Für den talentierten Nachwuchs, der in Davos schon mehrmals aufs Podest lief, sind Bergläufe das „Grösste“. Und den Eltern läuft es gemäss deren Aussagen schon bei der Startnummernausgabe kalt den Rücken herunter. Die Strecke nehmen sie mit einer klaren persönlichen Vorgabe in Angriff: „Für uns ist der Weg das Ziel und ein gesundes Ankommen wichtiger als die Zeit“, so Urs Forster. Manchmal jucke es aber schon, den einen oder anderen Kameraden von der Laufgruppe Unteres Aaretal zu schlagen.
 
Gemeinsame Trainings als Ausnahme
 
Der Swissalpine Marathon ist nicht der einzige Laufanlass, an dem sich die Forsters geschlossen beteiligen; auch bei einer Vielzahl regionaler und ausserkantonaler Veranstaltungen figurieren alle fünf Namen auf der Teilnehmerliste. Gemeinsame Trainings hingegen bilden eine Ausnahme. „Die Kinder finden es nicht wirklich cool, mit uns zu laufen – entweder sind wir zu langsam oder zu schnell“, erklärt Junko Forster mit einem Augenzwinkern. Wie ihr Mann schnürt sie die Laufschuhe drei- bis viermal wöchentlich für gesamthaft ungefähr fünf Stunden zu Trainingszwecken und begibt sich dabei auch in coupiertes Gelände. Hilfreich hinsichtlich der Gewöhnung an die Steigung erweisen sich für die beiden die Läufe der Jura-Top-Tour. Überdies bestritten sie im Juni als letzte Vorbereitung auf den Swissalpine Marathon den Aletsch-Halbmarathon.
 
Auf den etwa gleichen Umfang wie Mama und Papa bringen es Muriel (16 Jahre), Ryo (14) und Tanja (12). Sie gehören der Laufgruppe Horn an und werden von der früheren Davos-Gewinnerin Jacqueline Keller trainiert. „Als Berglauf-Begeisterte sind wir innerhalb unseres Vereins fast ein wenig Exoten, denn die anderen Jugendlichen bevorzugen eher die flachen Strecken“, sagt Muriel. Dass die Jugendliche locker lange Distanzen laufen kann, entdeckten ihre Eltern rein zufällig. „Muriel wollte uns im Alter von acht Jahren unbedingt beim Joggen begleiten. Wir dachten, dass sie die Lust ziemlich schnell verlieren würde, doch sie wurde einfach nicht müde und lief problemlos mit“, so Urs Forster. Die jüngeren, nicht minder enthusiastischen Geschwister taten es ihr etwas später gleich.
 
„Wir fühlten uns wie Könige“
 
Die Forster-Kinder sind spielerisch in den Laufsport geraten. Anders die Eltern, die erst seit rund sieben Jahren laufen. Sie machten die ersten Versuche in einem Laufkurs ihres jetzigen Vereins. „Als wir eine Stunde ohne Unterbruch laufen konnten, fühlten wir uns wie Könige“, erinnert sich Junko Forster. Wie der Rest der Familie läuft sie aus Überzeugung und aus Freude an der Bewegung. Für die Kinder, die auch zweimal pro Woche das Karate-Tenue überstreifen – Tanja macht zusätzlich noch Aerobic und Ryo ist Mitglied der Jugi Leibstadt – stelle der Sport eine tolle Lebensschule dar, meint Urs Forster. Und: „Sie verbringen die Freizeit mit einer sinnvollen Beschäftigung und müssen sich nicht mit Übergewicht auseinandersetzen.“
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